EMS steht für Elektrische Muskelstimulation, manchmal auch Elektromyostimulation genannt. Hier ist das Ziel ein völlig anderes: Es geht darum, Muskeln direkt zur Kontraktion zu bringen. Die elektrischen Impulse imitieren dabei die Signale, die das zentrale Nervensystem normalerweise selbst an die Muskulatur sendet, wenn wir uns bewegen. Durch diese künstlichen Impulse zieht sich der Muskel zusammen, als würde er gerade aktiv trainiert.
Beim EMS Training werden deutlich höhere und länger andauernde Stromimpulse verwendet als bei TENS, weil Muskelzellen eine höhere Reizschwelle haben als Nervenzellen. Die Elektroden werden direkt auf die zu trainierenden Muskelpartien gesetzt, nicht auf Nervenbahnen. Beim professionellen Ganzkörper EMS, wie ich es in meinem Angebot einsetze, werden die Elektroden über einen speziellen Anzug auf nahezu alle großen Muskelgruppen gleichzeitig aufgebracht. Das bedeutet: Bauch, Rücken, Brust, Po, Beine und Arme werden im selben Moment stimuliert.
Das Ergebnis ist ein intensiver Trainingsreiz, der in nur 20 Minuten so viele Muskelfasern aktiviert, wie ein konventionelles Krafttraining im Studio es in deutlich längerer Zeit tun würde. Besonders wertvoll ist dabei, dass EMS auch tiefliegende Muskelgruppen erreicht, die beim normalen Training oft kaum aktiviert werden. Das macht EMS nicht nur interessant für den Muskelaufbau, sondern auch für die Rehabilitation, die Schmerztherapie bei muskulären Dysbalancen und die Vorbeugung von Sarkopenie, also dem altersbedingten Muskelschwund ab etwa 40 Jahren.